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Glossar

Kurze Erklärungen zu Begriffen, die auf dieser Seite vorkommen. Sie sollen helfen, katholische Quellen und Sprache besser einzuordnen.

Katechismus

Eine geordnete Darstellung des katholischen Glaubens.

Der Katechismus der Katholischen Kirche fasst zusammen, was die katholische Kirche glaubt, feiert, lebt und betet. Er ist kein Ersatz für die Bibel, sondern eine verlässliche Orientierung, wie die Kirche ihren Glauben versteht.

Katechismus beim Vatikan

Fides et Ratio

Eine Enzyklika über Glaube und Vernunft.

Fides et Ratio ist ein Lehrschreiben von Papst Johannes Paul II. Der Titel bedeutet Glaube und Vernunft. Der Text zeigt, dass christlicher Glaube die Vernunft nicht ausschalten will, sondern sie ernst nimmt.

Fides et Ratio beim Vatikan

Enzyklika

Ein wichtiges päpstliches Lehrschreiben.

Eine Enzyklika ist ein Schreiben des Papstes zu Glauben, Kirche, Moral oder gesellschaftlichen Fragen. Sie will nicht bloß informieren, sondern Orientierung geben.

Offenbarung

Dass Gott sich selbst zeigt und mitteilt.

Offenbarung meint im christlichen Glauben: Gott bleibt nicht nur eine Idee, sondern kommt dem Menschen entgegen. Er zeigt sich in der Geschichte Israels und endgültig in Jesus Christus.

Gnade

Gottes unverdiente Nähe und Hilfe.

Gnade heißt: Der Mensch muss sich Gott nicht verdienen. Gott schenkt Nähe, Vergebung, Heilung und Kraft. Glaube ist deshalb mehr als eigene Leistung.

Sünde

Was die Beziehung zu Gott, zum Nächsten und zu sich selbst verletzt.

Sünde meint nicht nur Regelbruch. Sie bezeichnet das, was Liebe und Wahrheit beschädigt und den Menschen von Gott, vom Nächsten und von sich selbst trennt.

Erlösung

Dass Gott den Menschen aus Schuld, Trennung und Tod rettet.

Erlösung heißt im christlichen Glauben: Der Mensch muss sich nicht selbst retten. Gott kommt ihm in Jesus Christus entgegen, vergibt Schuld und schenkt neues Leben.

Gericht

Dass unser Leben vor Gottes Wahrheit offenbar wird.

Gericht meint im christlichen Glauben nicht ein kaltes Abrechnen, sondern die Begegnung mit Gottes Wahrheit. Alles, was Liebe war, alles Verwundete und alles Schuldige wird offenbar. Darin liegt Ernst, weil nichts gleichgültig ist, und Hoffnung, weil der Richter derselbe ist, der retten will.

Vergebung

Schuld wird nicht verharmlost, sondern wirklich gelöst.

Vergebung bedeutet nicht, dass Unrecht egal war. Sie nimmt Schuld ernst und öffnet dennoch einen Weg zu Wahrheit, Umkehr und neuem Anfang.

Logos

Vernunft, Sinn und Wort Gottes.

Logos ist ein griechisches Wort und kann Wort, Sinn oder Vernunft bedeuten. Im Johannesevangelium wird Christus als Logos bezeichnet: Am Anfang steht nicht blinder Zufall, sondern schöpferischer Sinn.

Sakramente

Sichtbare Zeichen der unsichtbaren Gnade.

Sakramente sind konkrete Zeichen, durch die Christus nach katholischem Glauben handelt. Dazu gehören zum Beispiel Taufe, Eucharistie und Beichte.

Heilige Schrift

Die Bibel als Wort Gottes in menschlichen Worten.

Mit Heiliger Schrift meint die Kirche die Bibel: Altes und Neues Testament. Christen glauben, dass Gott durch diese Texte spricht, ohne dass ihre menschliche Geschichte ausgelöscht wird.

das Heilige

Die Wirklichkeit Gottes und alles, was auf ihn verweist.

Das Heilige meint nicht zuerst heilige Menschen, sondern Gottes Wirklichkeit: das, was den Menschen ehrfürchtig macht, ihn über sich hinausruft und nicht bloß verfügbar ist. Heilige Menschen sind Zeugen dieses Heiligen, aber nicht mit ihm identisch.

Gewissen

Die innere Stimme, die zum Guten ruft.

Gewissen meint mehr als ein Gefühl. Es ist der innere Ort, an dem der Mensch Gut und Böse erkennt und Verantwortung vor der Wahrheit spürt.

Kirche

Mehr als Organisation: Gemeinschaft der Glaubenden.

Kirche meint katholisch nicht nur eine Institution, sondern die Gemeinschaft der Getauften, die Christus durch Schrift, Sakramente, Lehre, Gebet und Dienst bezeugt. Sie ist zugleich heilig und aus sündigen Menschen gebaut.

Liturgie

Das öffentliche Gebet der Kirche.

Liturgie ist der Gottesdienst der Kirche, besonders die Messe. In ihr betet nicht nur ein Einzelner, sondern die Kirche gemeinsam vor Gott.

Heilige

Menschen, in denen Gottes Gnade sichtbar wurde.

Heilige sind Christen, deren Leben besonders klar auf Christus verweist. Sie werden nicht angebetet, sondern als Zeugen des Glaubens verehrt.

Kurz erklärt

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